Am 03. Juni 2010 veranstaltet die ARGE Mediation Sachsen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anwaltsrecht der Universität Leipzig den 1. Mitteldeutschen Mediationskongress zum Thema “Anwalt und Mediation”. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Justiz und findet im historischen Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts statt. Sicherlich wird auch dieser Kongress dazu beitragen, Mediation weiter in der Gesellschaft zu verankern.
11. Mai 2010
Brinkmann
Ein von Wissenschaftlern getestetes Hormonspray macht Männer sensibler. Das Hormon Oxytocin verbessert bei Männern die Fähigkeit, sich emotional in ihre Mitmenschen hineinzuversetzen. Dies ergab eine gestern veröffentlichte Studie der Universität Bonn und des Babraham-Instituts Cambridge.
Emotionales Einfühlungsvermögen ist ein wesentliches Element jeder Mediation. Hat sich nicht schon jeder Mediator über die gefühlskalten und emotionslosen Männer in Mediationen geärgert? Nun haben wir endlich das Wundermittel. Ein neues Zeitalter der Mediation ist angebrochen. Mit einem Druck auf das Spraydöschen ist jeder Konflikt gelöst. Denn endlich kann einfühlsam und mit dem Blick für den Mitmenschen mediiert werden.
Ich sehe schon, wie wir Mediatoren Massen an Hormonsprays kaufen und horten. Zukünftig wird auf jedem Mediationstisch ein Spraydöschen mit Oxytocin stehen. Bestimmt lassen erste Fortbildungsveranstaltungen zum erfolgreichen Einsatz des Hormonsprays in Mediationen nicht lange auf sich warten. Was meinen Sie, in welcher Phase der Mediation sollte dem Mann die erste Dosis verpasst werden? Bestimmt werden auch die ersten Mediationsordnungen und Mediatorverträge umgeschrieben, um für den Hormoneinsatz rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Muss für den grenzüberschreitenden Sprayeinsatz gar die EU-Mediationsrichtlinie geändert werden?
Vielleicht haben Sie liebe ADR-Blog-Leser ja weitere Informationen über den Hormonspray-Einsatz in Mediationen. Was glauben Sie, wie wird sich die Mediation verändern? Ich bin mehr als gespannt auf Ihre Antworten.
30. April 2010
Brinkmann
Am 01. Mai 2010 wird im Kamptal in Österreich der “Weg des guten Gesprächs” eröffnet. Einladende sind der Österreichische Bundesverband für Mediation (ÖBM), die Niederösterreichische Dorf- und Stadterneuerung und regionale Winzer. Der “Weg des guten Gesprächs” ist ein 200 Meter langer Rundwanderweg, der sich in der beliebten Ausflugsgegend um Schloss Grafenegg befindet. Entlang des Weges befinden sich Spruchtafeln, die Fragen, Sätze und Metaphern wie “Willst du recht haben oder glücklich sein?” oder “Ist das Holz weg, bleibt immer noch der Weg.” enthalten. Wanderer sollen so zum persönlichen Gespräch inspiriert und motiviert werden.
Eine tolle Idee wird mit dem “Weg des guten Gesprächs” verwirklicht. Sie ist aus meiner Sicht zur Nachahmung empfohlen!
Quelle: “Ausflug ins Kamptal: Mediation am “Weg des guten Gesprächs”
27. April 2010
Brinkmann
Die Nutzung des Internets nimmt laut dem Branchenverband Bitkom weiter zu. Jeder Bundesbürger über 14 Jahre ist derzeit täglich durchschnittlich 100 Minuten online. Das entspricht einem Zuwachs um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit durchschnittlich 88 Minuten pro Einwohner. Unter 30-Jährige surfen täglich gar rund 200 Minuten.
Allein vor diesem Hintergrund sollte jeder professioneller Mediator im Netz beispielsweise mit einer guten Homepage präsent sein, um potentiellen Medianden die notwendigen Informationen zu bieten. Allein mit dem Mediatorschild an der Tür und dem Mediationsflyer in der Hand ist bestimmt kein Start zu machen.
14. April 2010
Brinkmann
Der 61. Deutsche Anwaltstag findet vom 13. bis 15. Mai 2010 unter dem Thema “Kommunikation im Kampf ums Recht” in Aachen statt. Auch für Mediatoren bietet der Deutsche Anwaltstag sehr interessante Programmpunkte und ist die gute Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Folgende Veranstaltungen dürften insbesondere für Mediatoren von Interesse sein: mehr lesen…
07. April 2010
Brinkmann
Ich wünsche allen Lesern des ADR-Blogs ein frohes Osterfest!

Quelle: pixelio, Fotograf: Schemmi
03. April 2010
Brinkmann
Schon mit Kleinigkeiten kann man auf sich und die Dienstleistung der Mediation hinweisen. Die Sonderbriefmarke “Mensch ärgere Dich nicht” ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Die am 19. Februar vorgestellte Briefmarke bezieht sich zwar auf das beliebte Gesellschaftsspiel “Mensch ärgere Dich nicht“, bei dem Glück und Freude, Sieg und Niederlage, Schadenfreude, Neid und Ärger bekanntlich sehr dicht beieinander liegen, aber im übertragenen Sinn lässt sich die Briefmarke sehr gut für die tägliche Post von Mediatoren nutzen. Ich habe mich zumindest mit einem Satz dieser Sonderbriefmarken eingedeckt.

Bildquelle: Wikipedia
31. März 2010
Brinkmann
Es lohnt sich auf den Internetseiten verwandter Berufe zu stöbern. Schon im November 2009 hat die ZPO-Kommission des Deutschen Richterbundes das interessante “Eckpunktepapier zur gerichtsinternen und gerichtsnahen Mediation im Zivilprozess und im Verfahren vor den Arbeitsgerichten” veröffentlicht”. Darauf verweist momentan auch der Kollege Arthur Trossen in den News des Vereins Integrierte Mediation.
Anfangs sollte die gerichtsinterne Mediation nur ein Übergangsmodell sein, um Mediation gesellschaftsfähig zu machen. Daran erinnert sich die Richterschaft aber kaum noch. Insbesondere viele Richtermediatoren sind “auf den Geschmack gekommen”, obschon es mehr lesen…
25. März 2010
Brinkmann
Passend zum Frühlingsanfang bin ich Twitterer geworden und “zwitscher” nun beim beliebten Mikroblogdienst Twitter mit. Meine Beiträge, pardon, ich meinte natürlich Tweets, werden sich insbesondere mit Mediation und Konfliktmanagement befassen. Ich bin gespannt, ob Interesse an meinen Tweets besteht und freue mich über jeden “Follower”. So werden Personen bei Twitter genannt, die Beiträge eines Autoren abonnieren. Ich selbst habe schon so manchen Twitterer entdeckt, der mir aus der Blogszene bekannt ist und freue mich auf die Vernetzung in diesem neuen Medium. Also auch ich werde “Follower”.
Ich werde mir selbst ein Urteil bilden, wie sinnvoll es ist mit maximal 140 Zeichen zu kommunizieren. Kommentare und Diskussionen zu einem Beitrag sind für Leser auf jeden Fall möglich. Insofern bietet sich Twitter grundsätzlich für den Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen an. Beispielsweise habe ich im aktuellen Tweet des Deutschen Forums für Mediation gelesen, dass das Expertengremium-Mediation im April über Organisationsfragen der EU-Mediationsrichtlinie berät. Blogger und Twitterer Joachim Simen hat schon vor einem Jahr im Beitrag “Twitter und Mediation” über den Mikroblogdienst geschrieben.
Ich würde mich freuen, wenn es uns Mediatoren gelingt auch über diesen Kommunikationskanal Menschen für die Idee der Mediation zu begeistern. Zwitschern Sie mit!
21. März 2010
Brinkmann
Am Samstag tagte die Mitgliederversammlung des Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e.V. (BMWA) in Würzburg. Der BMWA hat mittlerweile 255 Mitglieder, von denen über 50 % nach den Standards des BMWA zertifiziert sind, und ist nach der Erhöhung des Mitgliedsbeitrages des vergangenen Jahres finanziell gut aufgestellt. Neben den Wahlen zu den Anerkennungskommissionen standen in diesem Jahr insbesondere die Aussprache um die Geschehnisse zur Gründung des Deutschen Forums für Mediation e.V. (DFfM) und die aktuelle Entwicklung der Umsetzung der EU-Mediationsrichtlinie im Vordergrund.
Dem BMWA ist ein großes Lob auszusprechen, da die Aussprache und Diskussion zum DFfM sehr offen, ehrlich und jederzeit fair abgelaufen ist. Kritisch wurden die Geschehnisse des Sommers 2009 hinterfragt. Der Vorstand und die Mitgliederversammlung des BMWA halten den status quo der Teilung der deutschen Mediationsszene für suboptimal. Wichtig war dem BMWA auf der Mitgliederversammlung insbesondere, den Blick im mediativen Sinne nicht in die Vergangenheit, sondern nach vorne zu richten. Ein Vorstandsmitglied betonte, “Der Schmerz kann Schubkraft für die Transformation der deutschen Mediationsszene sein!”. Einstimmig beschloss die Mitgliederversammlung folgenden Antrag:
“Die Mitglieder des BMWA wünschen sich langfristig eine gute Interessenvertretung der Mediation und ein gemeinsames Auftreten der Verbände, Vereine und Organisationen. Die Mitgliederversammlung empfiehlt dem Vorstand, gegenüber allen Mediationsverbänden, -Vereinen und -Organisationen in Deutschland den politischen Willen des Zusammenwirkens intensiv weiter zu verfolgen.”
Ich denke, damit hat der BMWA ein sichtbares Zeichen des Dialogs gesetzt. Nun gilt es, diesen Antrag mit Leben und Inhalten zu füllen!
Auch die Umsetzung der EU-Mediationsrichtlinie war Thema der Mitgliederversammlung. Da die Richtlinie bis Mai 2011 umgesetzt werden muss, mehr lesen…
08. März 2010
Brinkmann
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