Jagdmediation - Konfliktfälle aus der Praxis

07.März 2007 Brinkmann

In der Blogosphäre findet man momentan an mehreren Stellen (z.B. bei den Bloggern Christoph Stroyer und Roland Hoheisel-Gruler) Beiträge und Kommentare zu einer besonderen Nische der Mediation, die Jagdmediation. Blogger Stefan Fügner hat erstmals in einem sehr lesenswerten Jagdblog-Beitrag “Jagdmediation - Eine Alternative zu staatlichen Gerichten?” auf die Besonderheiten und Anwendungsfelder der Jagdmediation hingewiesen.
Der Streit um die Mufflons zeigt einen interessanten Praxisfall, in dem durch das Verfahren der Mediation eine einvernehmliche Lösung gefunden werden soll.
Die Lübecker Nachrichten berichten nun im Artikel “Schiesssportzentrum Kasseedorf: Richter drängen auf Einigung” von einem weiteren Konflikt, in dem die Jägerschaft involviert ist. Die Jäger planen den Bau einer Schiesssportanlage u.a. für das Skeet- und Trapschiessen. Hier gegen wenden sich die Nachbarn und Anlieger, die eine erhebliche Lärmbelästigung befürchten. Das Oberverwaltungsgericht möchte den Konflikt in einer Gerichtsmediation lösen, so dass sich ein Richter des OVG selbst als Mediator anbot.

Anwendungsfelder für Mediation im Jagdbereich gibt es sicherlich viele. Es ist zu wünschen, dass sich auch in diesem Bereich die Mediation durchsetzen kann. Vielleicht gehen die Konfliktbeteiligten in Zukunft gar sofort zu einem außergerichtlichen Mediator und ersparen sich den Umweg über das Gericht und damit Kosten und Zeit.

Artikel gespeichert unter: Konflikte, Medien

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